CeBIT 2008: Arcor verkündet Hochgeschwindigkeitsnetze für Landbevölkerung

BreitbandNetzwerke

Ein Pilotversuch eines VDSL-Netzes für zwei Gemeinden in Thüringen und Sachsen-Anhalt soll der Telekom zeigen, dass man Highspeed-Netze auf dem Land finanzieren kann.

Arcor-Chef Harald Stöber erklärte zur CeBIT auf einr Veranstaltung der Deutschen Breitbandinitiative, man arbeite an einem Pilotprojekt, das schon Mitte des Jahres in zwei Gemeinden ohne DSL-Anschlüssen gleich moderne VDSL-Anschlüsse bieten soll. Stöber hatte Ruhe vor Zwischenrufen: Der Telekom-Mann Timotheus Höttges war schon vorher mit seinem Vortrag dran.

Stöber ist sicher, dass VDSL auch auf dem Land möglich ist – die Deutsche Telekom dagegen will ihr geplantes VDSL-Netz nur in wenigen Großstädten und Ballungsräumen anbieten. Der neue digitale Bevölkerungs-Unterschied bringt so einigen Städtern Übertragungsraten von bis zu 50 MBit/s über DSL während manche ländlichen Regionen noch nicht einmal mit ISDN verbunden sind.

Arcor will im Pilotversuch auch testen, wie man in Kooperation mit Gemeinden quasi auf dem kleinen Dienstweg das erreichen kann, was sich deutschlandweit offenbar in langen politischen Diskussionen verschleißt. Arcor erklärt: “Wirtschaft und Politik müssen das Ziel verfolgen, Breitbandangebote in Deutschland möglichst flächendeckend verfügbar zu machen und die mit DSL unversorgten Gebiete zu minimieren.”

Die hier gesammelten Erfahrungen im Technischen, Politischen und Finanziellen könnten später als “Blaupause” für weitere Ausfüllungen der bislang weißen Flecken der DSL-Landkarte dienen. (mk)

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