Und wo bleiben die Filme, Apple?

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Auf der Macworld verkündete Steve Jobs im Januar die leuchtende Vision einer Itunes-Videothek. Dumm nur, dass ihm die Studios keine Filme geben.

Mehr als 1000 Filmtitel bis Ende Februar versprach die Presseerklärung am 15. Januar, und mehr als l00 von ihnen sollten „überwältigend hochauflösende Videos“ sein, die man per Apple TV direkt am Breitbildfernseher ausleihen könne.

Tatsächlich schaffte die groß angekündigte Online-Videothek bislang nur 351 Filmtitel heran, wie das Magazin Macworld herausfand, davon nur 91 mit einer vorgeblichen HD-Qualität (die aber nicht dem entspricht, was die meisten unter HD verstehen). Selbst wenn man die nicht ausleihbaren Kauf-Videos dazu rechnet, kämen insgesamt nur 770 verschiedene Filmtitel zusammen.

Es scheint noch schlimmer zu kommen. Die Washington Post fand später unter „All Rentals“ in Itunes nur noch 196 Filme. Die Zeitung vermutet, für einen Teil der Filme sei inzwischen bereits der Zeitraum abgelaufen, in dem sie on demand angeboten werden durften. Und die verbleibenden Angebote sind natürlich auf die USA beschränkt.

„Alle wichtigen Filmstudios“ seien mit im Boot, hatte Jobs bei seiner Ankündigung erklärt und sie aufgezählt: MGM , Lionsgate, Miramax , 20th Century FOX, WB, Disney, Universal, Sony, Paramount….

Scheint wenig mehr als eine Vision gewesen zu sein. Bei der Aktionärsversammlung gab Jobs vor wenigen Tagen zumindest zu, es seien bislang weniger als 700 Filme. „Ich bin nicht glücklich darüber“, gestand er ein. Das zumindest dürfte ihm jeder glauben.

(bk)

Washington Post

Macworld: Zeitkapseln und Videoverleih