US-Boykott gegen Kuba-freundliche Domains

Netzwerke

Nach zehn Jahren Geschäftstätiglkeit entdecken US-Behörden Internetseiten, die auf Kuba verweisen, und sorgen für deren Zensur.

In bester zentralchinesischer Manier liess das US Treasury Department Domains im Besitz des britischen Reiseunternehmers Steve Marshall zensieren.

Sein Vergehen: er bietet Informationen und Reisen über und in die Karibikinsel Kuba an. Diese kommunistisch geführte Republik gilt in den USA als Hort des Bösen und ist mit jeder denkbaren Form des Boykotts belegt. So werden US-Bürger bestraft, wenn sie mit Kuba Geschäfte machen oder auch nur dort Urlaub machen. Herr Marshall muss nun den Gang durch die Institutionen antreten und US-Beamte von seiner Lauterkeit überzeugen, oder seine Geschäfte auf nicht US-amerikanischen Top-Level-Domains (wie “Dot-Com”) neu aufbauen.

Das berichtete am gestrigen Dienstag die New York Times. [fe]

(Bild: Agencia Brasil, Creative Commons 2.5 Brazil)

Autor: fritz
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