Musikwirtschaft profitiert von Long Tail

Netzwerke

Die Verkäufe des zweitgrössten US-Online-Musikshops deuten an, dass die Long Tail Theorie zutrifft.

Der nach dem Apple iTunes Muisc Store zweitgrösste amerikanische Anbieter von Musikdownloads, eMusic, zeigt das funktionieren des Long-Tail-Prinzips an. Der “lange Schwanz” des Einzelhandels sind die wenig nachgefragten Güter, die in Ladenregalen üblicherweise Staub einfangen, bevor sie verkauft werden.

Nicht so im Fall der digitalen Distribution: hier sind Lagerhaltung und Lieferung beinahe kostenfrei, so dass sich das Angebot auch abseits vom Massengeschmack lohnt. Im 3,2 Millionen Audio-Dateien umfassenden Katalog von eMusic befinden sich ausschliesslich Produktionen kleinerer Firmen. Die Major-Labels wollten bisher keine Verträge unterschreiben.

Nun erläuterte eMusic CEO David Pakman, dass selbst die obskuren Titel im Angebot pro Quartal zu zwei Drittel verkauft werden. Das entspricht 2,1 Millionen verschiedener Musikstücke oder Hörbücher, also einer Bandbreite, die weit über das hinaus geht, was Frühstücksradio und Kaufhaus-Musikabteilungen bieten. [fe]

Autor: fritz
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