Die Faszination der Killer-Viren

SicherheitVirus

Viren als Kunstwerk? Ein rumänischer Computerartist hat Malware-Schädlinge visualisiert. Dabei sind Objekte von fremdartiger Schönheit entstanden.

Sie machen dem Anwender eine Menge Ärger, bereiten IT-Administratoren schlaflose Nächte und sind überhaupt die schlimmste Plage seit der Erfindung des Modems: Computer-Viren. Der rumänische Künstler Alex Dragulescu hat anscheinend Gefallen an den boshaften Schädlingen gefunden und versucht, Malware wie Viren, Trojaner und Spam als Kunstwerk zu visualisieren.

Der Clou dabei: Statt bei der Gestaltung frei zu improvisieren, hat Dragulescu mit dem Antivirenspezialisten Message Labs zusammengearbeitet. Zuerst wurden Schnittstellen, Memory-Adressen und Subroutinen der Codes analysiert. Mit diesen Daten wurde dann ein spezieller Algorithmus gefüttert, der daraus ein 3D-Gebilde berechnete.

Entstanden sind komplizierte farbige Objekte von bizarrer Schönheit oder bedrückender Hässlichkeit – je nach Betrachtungsweise.

In den Kunstwerken ist ein guter Teil der Malware-Pominenz verewigt, darunter PWSLineage, Stormy, MyDoom, IRCbot, Virutmytob und Netsky.

Message Labs und Dragulescu sind ganz systematisch vorgegangen und haben die Malware-Bildergalerie in sechs Klassen eingeteilt: Viren, Spam, Phishing-Attacken, Spyware, Malicious Links und Trojaner. Was die Programmierer der digitalen Schädlinge zu den Werken sagen, ist nicht bekannt. (mto)

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