Apple-Aktionäre wollen mitreden

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Vor allem, wenn es um die Bezahlung der Bosse geht. Steve Jobs findet das einfach nur witzig.

Die Aktionäre fassten mehrheitlich auf ihrer jährlichen Versammlung einen nicht bindenden Beschluss, mit dem der Aufsichtsrat aufgefordert wurde, die Aktionäre bei der Bezahlung des höheren Managements mitbestimmen zu lassen. Die Bosse hörten das gar nicht gerne, Steve Jobs und auch Aufsichtsrat Al Gore waren strikt dagegen.

Die Aktionäre drückten ihren (Un-)Willen dennoch aus. Danach war Jobs ein wenig nach Scherzen zumute: „Ich hoffe, dieses Mitreden hilft mir bei meiner Bezahlung von einem Dollar pro Jahr.“

Der Apple-CEO spielte damit auf sein symbolisches Jahresgehalt von einem Dollar an. Wollte allerdings nicht über die skandalumwitterten Aktienoptionen reden, die ihm die echte Kohle bringen.

Ansonsten alles in Butter, versicherte Jobs den meuternden Aktionären. Das mit den angepeilten 10 Millionen Iphones im Jahr 2008 sei so gut wie gebongt. Tim Cook, Chief Operation Officer, tönte davon, 2008 sei das Jahr des Iphones im asiatischen Markt – obwohl noch immer keine Vertragspartner in China oder Indien in Sicht sind. Als er etwas nachdrücklicher gefragt wurde, wann die beiden großen Länder drankämen, wurde er wortkarg: „Eines Tages.“

Viele Investoren hofften vergeblich darauf, Apple könnte Aktien zurückkaufen, um den in diesem Jahr um 37 Prozent gefallenen Kurs zu stützen. Und obwohl bei Apple 18 Milliarden $ Bares und kurzfristige Anlagen vorhanden sind, fallen für die Anteilseigner auch keine Dividenden ab. Jobs: „Derzeit haben wir für beides keine Pläne.“

(bk)

Guardian

Bloomberg