Qualcomm kriegt eins auf die Nase

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Vor einem britischen Gericht holte sich das US-Unternehmen mit seiner Patentklage gegen Nokia eine deutliche Abfuhr.

Wäre es nach Qualcomm gegangen, hätte die britische Justiz Nokia den Verkauf von Handys verboten, die zwei GSM-Patente nutzen, die die Amerikaner für sich beanspruchen. Nachdem in der letzten Woche bereits die International Trade Commission der USA eine Petition von Qualcomm abgewiesen hat, in der es darum ging, eine frühere Pro-Nokia-Entscheidung zu überdenken, sieht es jetzt für die vermeintlichen Patentbesitzer nicht wirklich günstig aus.

Tapfer verkündet Qualcomms Europa-Chef Andrew Gilbert zwar, das Urteil sei bei weitem nicht verheerend, bislang allerdings hat die Strategie, mit endlosen juristischen Auseinandersetzungen Nokia zu Verhandlungen zu zwingen, nicht so recht funktioniert. Aber es ist ja noch nicht aller Gerichtstage Abend, und so schauen die Anwälte aller Parteien mit freudiger Erregung nach Delaware, wo es im Sommer in die nächste runde gehen soll. [gk]

SiliconValley.com