Flash statt Internet

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Noch ‘ne Theorie zur Zukunft der Filmdistribution: Die Zukunft liegt weder bei Blu-ray noch im Internet, sondern bei Flash. Meint ein irischer Start-Up-Kopf.

Chris Armstrong, Gründer von PortoMedia, stellt Kioske auf, die mit eigenen Festplatten ausgerüstet sind, auf die 350 bis 5.000 Titel passen. Wer einen Film ausleihen will, schiebt ein Speichermedium ein, gibt einen PIN-Code ein und kauft oder mietet den Film. Zuhause kommt der Datenträger in den passenden Slot der Home-Entertainment-Anlage, und los geht das Freizeitvergnügen.

Dreh- und Angelpunkt der ganzen Sache ist eine proprietäre USB-Schnittstelle, die für eine deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit sorgt. Ein Film mit Standard-Auflösung benötigt 8 bis 60 Sekunden, bei einem HD-Movie soll die Zeit 18 bis 45 Sekunden betragen.

Im Vorteil gegenüber den klassischen Modellen sieht Armstrong sich, weil theoretisch alle Filme immer vorhanden sind; im Vergleich mit dem Internet meint er besser abzuschneiden, weil es keine lange Wartezeiten beim Download gibt. Weiterer Pluspunkt: Es ist ziemlich egal, auf welchem Gerät man den Film abspielt, wenn er von einem USB-Speichermedium kommt.

Um das Kopieren der Filme zu verhindern, will Armstrong den DRM-Standard von Microsoft übernehmen; bei der Technik helfen ihm unter anderem IBM, Toshiba und Seagate.

Richtig billig wird das Unterfangen für den Kunden allerdings nicht: Schon beim Einsteigerset soll man 60 Dollar hinlegen, wofür man außer dem Flash-Speicher eine Docking-Station und sechs Filme bekommt. [gk]

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