Apples Firmenpolitik angeblich Wettbewerbswidrig

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Gerüchten zu Folge macht Apple freien Software-Entwicklern das Leben schwer, um damit die eigenen Produkte im besseren Licht dastehen zu lassen.

Einer von Mozillas Entwicklern Vladimir Vukicevic war erstaunt: Er war gerade dabei das Finetuning für den kommenden Browser Firefox 3 auf dem Mac vorzunehmen, als ihm ein Performance-Leck auffiel. Nach einigen Nachforschungen stellte er fest, dass der Fehler sich auf eine Update-Funktion zurückführen ließ. Als er den Bug jedoch ausbessern wollte, scheiterte er an Apples Firmenpolitik. Schließlich standen keine Dokumentation und auch kein SDK zur Verfügung, die einen Umweg um dieses Problem boten. Bei noch genaueren Nachforschungen stellte Vukicevic fest, dass Apples Standard-Browser Safari einen Weg hat dieses Problem zu umgehen, indem er eine nicht dokumentierte Funktion mit dem Namen WKDisableCGDeferredUpdates nutzt. Zu dieser finden sich bei Apple jedoch keine weiteren Informationen. Damit versperrt Apple externen Software-Entwicklern den Zugang zu essentiellen Entwicklungsumgebungen, um seine eigenen Programme voranzutreiben.

Als Reaktion auf diese Entdeckung brachen in den Foren heftige Diskussionen aus. Besonders kritisch sahen die meisten Experten Apples Firmenpolitik im Vergleich zu der von Microsoft. “Würde Microsoft das Gleiche machen, würden sie sofort vor Gericht gezerrt werden, in der EU, wenn nicht sogar in den USA”, schreibt die Web-Plattform ArsTechnica. (mr)

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