StudiVZ-Geständnis: Spitzeldienste für die Polizei

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Das Online-Netzwerk möchte gerade durch seine nicht-studentische Erweiterung “MeinVZ” positive Schlagzeilen machen. Da kommt die Klüngelei mit der Polizei ungelegen.

StudiVZ gab gestern gegenüber der Presse zu, pro Woche um die zehn Anfragen der Polizei auf Herausgabe von Daten zu erfüllen. Ob Namen, Adressen oder Nutzungsverhalten, auf Wunsch würden die Ermittler der Kriminalpolizei damit versorgt. “Da die StudiVZ-Nutzer unsere AGB akzeptiert haben, dürfen wir Nutzerdaten an die Strafverfolgungsbehörden weitergeben”, bestätigte Geschäftsführer Marcus Riecke der Morgenpost.

Die StudiVZ-Firmenleitung beruft sich auf das Telemediengesetz, welches den Betreibern eines Internetangebots erlaube, im Einzelfall Nutzerdaten weiter zu geben an Polizeibehörden, Verfassungsschutz oder Geheimdienste. Am häufigsten gehen laut Riecke Anfragen zu Jugendschutz, Beleidigung, Volksverhetzung oder Verletzungen von Persönlichkeitsrechten ein.

Ältere Nutzer, die sich bislang bei SchülerVZ oder StudiVZ eingeschlichen hatten, haben ab sofort die Chance, sich im neuen Angebot “MeinVZ” ganz offiziell einzutragen. Das frische Kontaktnetzwerk stehe allen Erwachsenen und Berufstätigen offen und werde mit den anderen Netzen verknüpft, so dass Freundschaften auch quer durch die VZ-Welt möglich werden. (rm)

Bild: StudiVZ

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