EU verhängt erneut Millionstrafe gegen Microsoft

PolitikSoftware

Weil Microsoft die Auflagen der europäischen Wettbewerbshüter nicht erfüllt hat, muss der Software-Konzern nun erneut eine Millionenstrafe zahlen. 899 Millionen Euro fordert die EU.

»Microsoft ist das erste Unternehmen seit Einführung der EU-Wettbewerbspolitik vor 50 Jahren, gegen das die Kommission eine Geldbuße wegen Nichteinhaltung einer Kartellentscheidung verhängen muss«, erklärte EU-Kommissarin Neelie Kroes. Der Software-Konzern soll ein Zwangsgeld von 899 Millionen Euro zahlen, weil er die im März 2004 von der EU festgelegten Auflagen nicht erfüllt hat. Damals kam die EU zum Schluss, dass Microsoft seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hatte und legte dem Unternehmen eine Strafe von 497 Millionen Euro auf. Zudem sollte man Schnittstellenspezifikationen zur Verfügung stellen, damit die Programme von anderen Anbietern problemlos mit Windows-PCs und -Servern kommunizieren können. Die von Microsoft verlangten Lizenzgebühren dafür waren allerdings nach Meinung der EU unangemessen hoch – vor allem weil die so bereitgestellten Informationen keinerlei Innovationen enthalten hätten. Microsoft senkte die Preise erst am 22. Oktober des vergangenen Jahres. (dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen