USA: Sammelklage wegen Vista-Kompatibilität

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Ein US-Richter gab das Okay für eine Sammelklage gegen Microsoft, weil Rechner als »Windows Vista Capable« verkauft wurden, die zu schwachbrüstig für einige der Vista-Features waren.

Der Nachrichtenagentur AP zufolge hat ein Bezirksrichter am Freitag eine Sammelklage gegen Microsoft zugelassen, die klären soll, ob der Software-Konzern in der Weihnachtssaison 2006 die Nachfrage nach PCs ankurbelte, indem XP-Rechner als »Windows Vista Capable« verkauft wurden, die nicht leistungsfähig genug waren, um beispielsweise die Aero-Oberfläche zu nutzen. Microsoft neues Betriebssystem kam nämlich erst im folgenden Januar auf den Markt, weshalb die PC-Hersteller um das Weihnachtsgeschäft fürchteten. Um den Käufern zu zeigen, dass sie dennoch einen neuen Rechner kaufen und später auf diesem Vista laufen lassen könnten, hatte man PCs als Vista-fähig beworben.

Wie der Richter feststellte, müsste – um mit der Klage fortzufahren – noch ein Kläger benannt werden, der an Microsofts »Express Upgrade«-Porgramm teilgenommen hatte, bei dem XP-Besitzer gegen eine geringe Gebühr auf Vista umsteigen konnten. (dd)

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