Studie: Bewegte Bilder kurbeln E-Commerce an

E-CommerceMarketingNetzwerkeWorkspaceZubehör

Online-Videos würden den E-Commerce verbessern, sagt eine Studie von Goldmedia. Zumindest Bekleidung, Schmuck, Möbel oder Haushaltswaren verkaufen sich beim Teleshopping besser. Ob dies auch mit Onlineshopping funktioniert?

Die heute in Berlin vom Marktforschungsunternehmen Goldmedia veröffentlichte Studie “eCommerce-TV” behauptet, dass sich das Einkaufsverhalten ändert, wenn Videos die Waren anpreisen. So verzeichne der deutsche E-Commerce-Markt den Großteil seines Zuwachses bisher durch zunehmende Nutzerzahlen – die Bereitschaft der Bestandskunden, häufiger im Internet einzukaufen, habe seit 2006 aber nicht mehr zugenommen. Schon seit 2004 stagnierten die Wachstumsraten dadurch bei 12 Prozent. Doch eine Möglichkeit, bestehende Potenziale besser auszunutzen, sei der Einsatz von Videos auf Handelsplattformen.

So könne der deutsche E-Commerce-Markt durch den Einsatz von Bewegtbildern bis 2012 um fünf Prozentpunkte stärker zulegen, prognostizieren die Marktforscher. Zwar hätten Fast 60 Prozent der Deutschen zwischen 14 bis 54 Jahren 2007 Waren im Internet eingekauft, doch auch nach den neuesten Untersuchungen würden nur 27 Prozent davon künftig häufiger online shoppen wollen.

Angebote von Amazon, Neckermann TV, Brandneu von Otto sowie Tchibo WebTV würden zeigen, dass sich viele Anbieter langsam auf Videos einstellen würden und selbst Homeshopping- Fernsehsender wie HSE24 würden ihre Web-Seiten durch Live-Streams oder Produktvideos erweitern.

Grund sei unter anderem die zunehmende Popularität der Onlinevideos: Ein Viertel aller deutschen Nutzer griff 2006 angeblich bereits auf Online-Videos zu. Sie würden künftig zu einem noch wichtigeren Anziehungspunkt werden, so die Studie.
Erklärungsintensive oder emotionalisierende Warengruppen wie Bekleidung, Schmuck, Möbel oder Haushaltswaren seien im E-Commerce bisher unterrepräsentiert.. Im Teleshopping verkaufen sich diese dagegen aber gut. Das zeige, dass die Einbindung entsprechender Videos zu Absatzsteigerungen führen könne.

Mit konkreten Marktforschungszahlen kann Goldmedia hier aber noch nicht aufwarten und orakelt daher nur, dass der Online-Umsatz sich anhand der Erfahrungen des Fernsehens noch einmal massiv steigern könne. Studienautor und Goldmedia-Consultant Mathias Birkel: “Die Umsatzpotenziale für den Gesamtmarkt sind eindrucksvoll”.

Er rechnet hoch, dass ein Umsatzplus von bis zu 250 Millionen Euro entstehen könne, wenn bis 2012 nur zehn Prozent der E-Commerce-Anbieter Videos einsetzten. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen