7000 Jobs weg bei Siemens Enterprise Communications

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Der Konzern kündigt einen Radikalumbau für seine chronisch defizitäre Unternehmensnetzwerksparte an. Eher ein Ab- als ein Umbau.

7.000 der insgesamt 17.500 Stellen sollen bei Siemens Enterprise Communications (SEN) wegfallen, berichtete am Wochenende die Financial Times. 4.000 der Job würden direkt gestrichen, davon die Hälfte in Deutschland. 3.000 weitere Arbeitsplätze will SEN per Werksverkauf loswerden oder in neue Partnerschaften abschieben.

Andere Rezepte zur Sanierung der Sparte hat Siemens-Chef Peter Löscher nicht zu bieten. Seine Pläne will er erst Dienstag offiziell vorstellen. Unter dem Strich werden demnach die Hälfte aller 6.200 deutschen SEN-Arbeitsplätze vernichtet oder nicht mehr zu Siemens gehören.

Besonders hart soll es das Werk in Leipzig, in dem Geräte für Firmentelefonanlagen produziert werden, treffen. Hier seien einfach die Kosten zu hoch. Die Manager häuften zeitweise bis zu 300 Millionen Euro Jahresverlust auf. Ursache der Fehlentwicklung: Die SEN-Firmenleitung verpasste die Trendwende hin zu mobilen und internetbasierten Lösungen bei den Kunden. Ein Verkauf misslang mehrfach. Trotzdem wolle man es im Sommer nochmals versuchen, berichtet die FTD. (rm)

Bild: Siemens

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