Festplattenverschlüsselung bei Notebooks unsicher

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Forscher der Princeton Universität haben ein Verfahren vorgestellt, mit dem verschlüsselte Festplatten entschlüsselt werden können – bisher galt diese Methode als relativ sicher.

Seine Festplatten zu verschlüsseln war für viele Anwender eine sichere Möglichkeit, sensible Daten vor bösen Augen zu schützen. Verfahren wie Windows Vistas BitLocker oder Apples FileVault galten dabei als besonders beliebt. Nun haben Sicherheitsexperten der amerikanischen Princeton Universität eine Möglichkeit veröffentlicht, wie diese Encryption spielend leicht umgangen werden kann. Dazu brauchen sie lediglich den im Arbeitsspeicher gespeicherten Schlüssel abzufangen. Das geschieht, indem die Computerexperten den Rechner ausschalten, berichtet PC World.

Die Forscher stellten fest, dass im Arbeitsspeicher gespeicherte Daten beim Ausschalten des Computers nicht sofort verloren gehen. Sie bleiben noch einige Minuten gespeichert. Zeit genug um Datendieben die Möglichkeit zu geben eine andere Festplatte an den Rechner anzuschließen, um mit einem Speicherscanner den Key für die Festplattenverschlüsselung abzufangen. Durch das Aufsprühen von Kühlmittel lassen sich die Daten in dem Arbeitsspeicher sogar über 10 Minuten lang halten.

Besonders hart trifft diese Meldung Laptop-Nutzer, die ihren sensiblen Daten durch Festplattenverschlüsselung schützen. Falls es einem Dieb gelingt das Notebook zu stehlen, ist die Sicherheit der Daten nicht mehr gewährleistet – trotz Verschlüsselung. (mr)

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