Facebook kommt in Europa ins Trudeln

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Ganz so sozial sind sie dann auch wieder nicht, die Europäer. Neue Zahlen zeigen, dass die Besuche bei Facebook und ähnlichen Einrichtungen rückläufig sind.

Am deutlichsten ist der Einbruch in Großbritannien, wo Marktforscher Nielsen im Januar einen Rückgang auf 8,5 Millionen User von 8,9 Millionen im Dezember festgestellt hat. In anderen europäischen Ländern, für die Zahlen vorliegen (wie Frankreich und Spanien) ließ sich der selbe Trend feststellen, wenn auch weniger ausgeprägt.

Facebook ist zudem nicht das einzige Opfer des offenbar schwindenden Interesses an der Online-Selbstoffenbarung: Auch Konkurrenzangebote wie MySpace und Bebo haben zumindest in Großbritannien ein ähnliches Schicksal zu erdulden. Beide konnten im Sommer letzten Jahres den Höchststand an so genannten “unique users” erreichen, seitdem geht’s bergab.

Gegenüber Forbes hat Facebook trotz der Nielsen-Informationen behauptet, dass die Zahl seiner Mitglieder weiter steige, ohne aber Daten zu den “unique users” herausrücken zu wollen.

Dass die rückläufige Entwicklung ein europäisches Phänomen ist – in den USA ist weiteres Wachstum festzustellen -, gibt dagegen Raum für Spekulationen, ob es nun kulturelle Gründe für die Unterschiede gibt (Amerikaner ziehen Online-Beziehungen vor) oder demographische (die größte Gruppe der Facebook-User ist über 30 und nicht so freigiebig mit den eigenen Daten). [gk]

Forbes