EU unbeeindruckt von Microsofts Glasnost-Kapagne

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Das Veröffentlichen von 30.000 Dokumenten sei nicht genug, wenn grundsätzliche Wettbewerbsanforderungen nicht erfüllt werden.

Die jüngste Ankündigung von Microsoft, Berge von Dokumenten freizugeben, sich mit OpenSource-Programmierern zu unterhalten und noch mehr Schnittstellen zu öffnen, ist nur eine Ankündigung und kein echter Schritt zu mehr Wettbewerb. So sieht das zumindest die EU-Kommission, und fügt hinzu, dass man in der Vergangenheit schon vier ganz ähnliche Ankündigungen gehört habe. Man darf sich hier nichts vormachen: Microsoft segelt gerade zwischen Skylla und Charybdis hindurch: Entweder geben sie ihre schlau eingefädelten Monopolstellungen im Office, Server und Mediaplayer-Bereich auf, oder sie bekommen von der berüchtigten EU mächtig eins auf den Deckel. Der Zickzackkurs dazwischen hält die Schäfchen nun schon einige Jahre im Trockenen, aber niemand weiss, wie lange das noch gut geht. Oder wie viele seiner Gefährten der ruhmvolle Steve Ballmer opfern muss, um den Zorn der neidischen Götter zu besänftigen. [fe]

Associated Press