3Com-Übernahme offenbar abgewehrt

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Der Versuch eines Finanzinvestors und eines chinesischen Telekom-Ausrüsters, beim US-Netzwerkausrüster günstig einzusteigen, scheint fehlgeschlagen zu sein.

Gestern Abend noch zog der Konzern Huawei sein Angebot erstmal wieder zurück. Die Offerte hatte man zusammen mit Bain Capital gestrickt, um sich bei 3Com zum Schnäppchenpreis von 2,2 Milliarden Dollar (gut 1,5 Mrd. Euro) groß einzukaufen. Die Mehrheit der Anteile sollte in den Händen von Bain verbleiben.

Doch nicht die niedrige Beteiligungssumme gab den Ausschlag für den vermutlich geplatzten Deal, sondern die politischen Bedenken, die in den USA laut wurden. 3Com hat als Netzwerkausrüster Anteil an sensiblen Einrichtungen für Militär und Geheimdienst. So äußerten einige US-Behörden wohl sehr eindrücklich ihre Bedenken gegenüber Bain Capital und Huawei, weshalb diese nun ihre Flagge strichen. (rm)

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