Yahoo erschwert Microsoft die Übernahme

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Der Suchmaschinen-Betreiber möchte für alles gerüstet sein: Im Fall von betriebsbedingten Entlassungen zahlt Yahoo der gesamten Belegschaft eine Abfindung – für Microsoft nur zusätzliche Kosten.

Im Kampf um seine Eigenständigkeit ist Yahoo jedes Mittel recht: Um die Beschäftigten im Unternehmen zu halten und Microsoft die Übernahme schwerer zu machen, hat die Führung allgemeine Abfindungen versprochen. Abfindungsankündigungen sind bei Firmenübernahmen ein beliebtes Mittel – allerdings nur im Management. Das schließt die gesamte Belegschaft meist nicht mit ein. In diesem Fall macht Yahoo jedoch eine Ausnahme von die Regel, schreibt die Financial Times Deutschland.

Microsoft gab an bei einer Fusion mit Yahoo rund 1 Milliarde US-Dollar durch Synergien einsparen zu können. Wie genau der Software-Gigant das erreichen will, ist bislang nicht bekannt. Es könnte durchaus passieren, dass die Milliarde durch Stellenkürzungen eingespart werden soll. Um für diesen Fall gewappnet zu sein, verspricht Yahoo seiner gesamten Belegschaft Abfindungen und zusätzliche Leistungen. Allein die Abfindung kann in manchen Fällen mehr als zwei Jahresgehälter betragen, womit das Entlassen von Mitarbeitern für Microsoft ein teures Vergnügen werden könnte. (mr)

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