Professorin warnt vor Gadget-Sucht

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Fast jeder Dritte ist Handys, Smartphones und anderen digitalen Geräten bereits verfallen, so das erste Ergebnis einer Studie.

Die Techno-Abhängigkeit könne dazu führen, dass Menschen nachts wiederholt aufwachen, um ihre E-Mails und Textnachrichten zu lesen. Es könne auch private Beziehungen und den Beruf beeinträchtigen, erklärte Professorin Nada Kakabadse von der Northampton University.

Ihre Erkenntnisse hat sie durch eine Studie mit 360 Personen gewonnen, die sie und ihre Kollegen durchführten. Sie lieferte Anhaltspunkte dafür, dass bis zu einem Drittel der Teilnehmer süchtig sind. Denn süchtig könne man praktisch nach allem werden, erklärte sie:

„Wir sind Gewohnheitstiere und können daher auch von ganz ungewöhnlichen Dingen abhängig werden. Die Technologie wurde in den letzten zehn Jahren spannend mit dem Internet und all dem. Es wurde viel leichter und viel mobiler, das macht es immer und überall zugänglich. Es ist überraschend, wie viele ihre PDAs oder Blackberrys beim Schlafen gleich neben sich haben.“

In der ersten Suchtphase erhöhe sich oft die Produktivität, indem die Benutzer umgehend auf E-Mails und Nachrichten reagieren. Später jedoch könne es zwanghaft werden und ernsthafte Nachteile mit sich bringen. Die Grenze zur Abhängigkeit sei schwer auszumachen: „Und wenn es nachgewiesen wird, ist es oft zu spät.“

(bk)

BBC