Microsoft geht’s mit harten Bandagen an

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Und bist Du nicht billig, so brauch ich Gewalt: Im Übernahmekampf um Yahoo setzt Microsoft jetzt darauf, die Mitglieder des Yahoo-Vorstands zu eliminieren. Nur aus dem Board natürlich.

Insider wollen wissen, dass Microsoft allein für die Kampagne, die sich gegen die in diesem Jahr anstehende Wiederwahl der Vorständler richtet, 20 bis 30 Millionen Dollar ausgeben könnte – ein billiges Vergnügen im Vergleich zu den 1,4 Milliarden Dollar, die jede Erhöhung des Kaufpreises der Einzelaktie um einen Dollar bedeuten würde.

Die Entscheidung darüber, ob Microsoft eigene Kandidaten in den Vorstandswahlkampf schickt, soll noch diese Woche fallen; benannt werden sein müssen die tapferen Kämpfer an vorderster Front bis Mitte März.

Derweil macht sich Yahoo und Microsoft beide schon mal fit für die personellen Veränderungen, die bei einer Übernahme anstehen würden: Yahoo verspricht großzügig allen, die ihren Job “grundlos” verlieren oder “mit gutem Grund” kündigen, bis zu 24 Monate Weiterzahlung von Gehalt und Krankenversicherung; Microsoft bastelt bereits an Paketen, die wichtigen Mitarbeitern den Verbleib in einem Yahoo unter neuer Regie schmackhaft machen würden. [gk]

Yahoo / AP