Gates an Welt: Zensur bringt’s nicht

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Kaum hat er sich auf’s Altenteil zurückgezogen, gibt Bill Gates auch schon den senior statesman, als sei er ein übergewichtiger ehemaliger Taxifahrer oder ein kurzgeratener niedersächsischer Gas-Spekulant. Seine aktuelle These ist so originell wie neu: Das Internet lässt sich nicht kontrollieren.

So erfuhren es jedenfalls eine studentische Hörerschaft an der Stanford University. Es gebe zwar Länder, die versuchten, die Meinungsfreiheit im Internet zu unterdrücken, aber ökonomische Notwendigkeiten diktieren laut Gates, dass die Daten frei fließen können müssen. Einschränken ließen sich die Content-Ströme ohnehin nicht.

Bedauerlicherweise machte Gates an dieser Stelle keine Exkursion hin zu den Bemühungen der Entertainment-Industrie, genau dies durch verschärfte Kontrollen der ISPs zu erreichen – im Blickfeld seiner Argumentation hat er wie Freund Bono vor allem Länder mit nicht-westlichem Lebensstandard. [gk]

Yahoo / PCWorld