Microsoft und der Scheinkauf von Yahoo

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Der Redmonder Riese will sein Angebot nicht erhöhen. Wozu auch, fragen Insider? Der Zweck ist erfüllt.

Bill Gates persönlich trat ans Mikrofon, um zu verkünden, dass man das Übernahmeangebot für das Internetportal Yahoo in Höhe von 44,6 Milliarden US-Dollar nicht erhöhen wolle. Man halte es für fair. Punkt. Nebenbei bemerkt, ist durch die Übernahmeofferte der Microsoft-Aktienkurs um über 12 Prozent abgesackt, so dass das Paket heute nur noch 41 Milliarden wert ist. Was also soll das Ganze? Die Antwort gibt der erfahrene Silicon-Valley-Kristallkugel-Blogger Robert Cringeley. Er verdächtigt die Redmonder (a.k.a. “Borg”) eines gross angelegten Täuschungsmanövers. Eine versuchte feindliche Übernahme schwächt die angegriffene Firma auf jeden Fall. Der Aktienkurs gerät ins Wanken, erfahrene Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, die Konkurrenz kann sich Marktanteile schnappen. Tatsächlich hat der weltgrösste Fensterhersteller dieses Manöver schon mehrfach erfolgreich absolviert, wie der Insider anmahnt. Klingt schlüssig, was der Mann da sagt. [fe]

Associated Press
Cringeley