Heuschrecken-Bank zensiert Wikileaks

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Was Geheimdienste und Regierungen nicht schafften: Wikileaks ist in den USA nicht zu erreichen.

Auf Antrag des Schweizer Bankhauses Julius Baer entschied US-Richter Jeffery White ohne Anhörung der Betroffenen, dass sämtliche Möglichkeiten, die Webseite im Internet zu erreichen, gekappt werden müssten. Nicht etwa nur die betreffenden Dokumente, die sich möglicherweise auf ein laufendes Gerichtsverfahren um “Offshore-Aktivitäten” (Vorwürfe der Steuerhinterziehung und Geldwäsche) der Schweizer Bank werden also entfernt, sondern die ganze Plattform ins Aus geschickt. Auf Umwegen sind die fraglichen Dokumente weiter einsehbar. Vertreter von Wikileaks bemängeln, dass sie erst 24 Stunden vor dem Verfahren per Email davon in Kenntnis gesetzt wurden. Ein gerichtliches Nachspiel kann als sicher angenommen werden. [fe]

BBC
Wikileaks