Gekappte Unterseekabel: Doch ein Anschlag?

BreitbandNetzwerke

Eine UN-Agentur ist derzeit damit beschäftigt die Ursachen für den Defekt an fünf Untersee-Internet-Kabeln von der Küste von Ägypten zu untersuchen. Inzwischen werden auch Saboteure nicht ausgeschlossen.

Bisher ging die Regierung von Ägypten davon aus, dass die Schäden an den Untersee-Glasfaser-Kabeln durch Anker von Schiffen verursacht worden seien. Diese Theorie wird immer mehr angezweifelt. Nun ist eine Agentur der Vereinten Nationen damit betreut worden die Sache aufzuklären. Bislang liegt allerdings noch kein Ergebnis vor: “Wir geben noch keine Ergebnisse zu laufenden Untersuchungen bekannt. Wir schließen allerdings nicht aus, dass der Schaden an den Kabel ein Sabotage-Akt sein könnte”, meint der zuständige Beamte Sami al-Murshed laut einem SMH-Bericht.

Ganze fünf Kabel wurden im Januar und Februar dieses Jahres vor der ägyptischen Küste beschädigt. Das hatte zur Folge, dass die Internet- und Telefon-Verbindung in dem Land massiv eingeschränkt wurde. Die Regierung des Landes schob die Schuld auf Schiffsanker. Am Tatort wurde auch ein Anker gefunden, der für den Defekt verantwortlich gewesen sein soll. Verschwörungstheoretiker zweifelten jedoch an diesen offiziellen Aussagen. In dem Gebiet verkehren nur selten Schiffe und der Ausfall von ganzen fünf Kabel scheint doch ein sehr großer Zufall zu sein. (mr)

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