Analyst: “Microsoft sollte sein Yahoo-Gebot zurückziehen”

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Der angesehene Analyst Joe Rosenberg hält nicht viel von Microsofts geplanter Yahoo-Übernahme: Das Angebot mache einfach keinen Sinn.

In einem Interview mit business weekly gab der Haupt-Investment-Stratege Joe Rosenberg von Loews an, dass er Microsofts Angebot für Yahoo für deutlich überteuert hält. “Es wirft ein schlechtes Licht auf Ballmer, dass er bereit ist einen lächerlichen Preis für Yahoo zu zahlen. Microsoft wird keinen vernünftigen Ertrag für das grundlose Gebot in Yahoo erhalten”, begründet Rosenberg laut einer Reuters-Meldung.

Für den Investment-Analysten macht Microsofts Angebot einfach keinen Sinn. “Es wäre noch lächerlicher, wenn Microsoft sein Angebot erhöht”, so Rosenberg weiter, “Am besten wäre es, wenn Microsoft sein Angebot einfach zurückzieht”. Bereits seit über einer Woche ist in Branchenkreisen die Rede von einem höheren Angebot. Dabei würde Microsoft im schlimmsten Fall über 50 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen.

Besonders kritisch sieht der Experte den mit der Übernahme verbunden Wertverlust der Microsoft-Aktien. So hat ging bei der Bekanntgabe des Yahoo-Angebots der Aktienkurs des Softwaregiganten in den Keller. Allein dadurch hat Microsoft ungefähr 40 Milliarden US-Dollar an Wert verloren. Das trifft insbesondere die Microsoft-Mitarbeiter, die Anteile am Unternehmen halten. “Wenn Microsoft nicht bald den Kurs seiner Aktien verbessert, könnte das Unternehmen viele gute Leute verlieren”, fügt Rosenberg an. (mr)

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