Terror-Weltkarte wird Kunstobjekt

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Eine Übersichtskarte zur Befindlichkeit weltweiter Terror-Aktivitäten wird im Museum geehrt.

Morgan Clements bastelte mit Hilfe von Google-Maps eine Weltkarte, die alle möglichen terror-ähnlichen Bedrohungen auf unserem Planeten auf einen Blick erfassbar macht. Beeindruckend, was da alles blinkt und warnt. Bei genauem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass hier einfach offizielle Terrorwarnungen (und ähnliches) ohne Prüfung der Glaubhaftigkeit visualisiert werden. Daher ist es zu begrüssen, wenn die Kuratorin am Museum of Modern Art (MOMA) New York, Paola Antonelli, das Terror-MashUp als Teil der Ausstellung “Design and the Elastic Mind” ab dem 19. Februar zeigen will. Schliesslich entwickelt sich dieser Tage die globale Terror-Angst zur gemeinschaftsbildenden Ersatz(oder Zusatz-)religion. Und ist damit ein legitimer Gegenstand künstlerischer Betrachtung und Verarbeitung und gehört ganz eindeutig in ein Museum. [fe]

AFP
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