Bild geht gegen Bildblog vor

Allgemein

Wenn Weblogs zu viel Wind machen, werden sie als kommerziell diffamiert. Ganz einfach.

Dass das Bildblog eine wichtige gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernommen hat, nämlich Deutschlands schlimmste schönste Zeitung auf ihre schlimmsten Fehler (und das sind nicht wenige) hinzuweisen, setze ich mal als bekannt voraus. Die ganz besonders schrägen Verfehlungen (Verleumdungen und glatte Lügen zu Lasten Dritter), meldet die Bildblog-Mannschaft ordentlich an den deutschen Presserat. So ist das nämlich gedacht, der Presserat prüft dann die Beschwerde, und spricht gegebenenfalls (also regelmässig) eine Rüge gegen die Bildzeitung aus. Was letztere in der Regel einen Feuchten interessiert, aber das ist wieder ein anderes Problem. Nun hat der Bild-herausgebende Axel-Springer-Verlag auf die mittlerweile zwölf Beschwerden reagiert und verlangt vom Presserat, künftige Eingaben von Seiten der Bildblog-Redaktion zu ignorieren, da diese “kommerziellen, also sachfremd motivierten Beschwerden” für die Bild schlimme Folgen haben würden. Nämlich “ungerechtfertigter Imageverlust” sowie “unangemessener und schwerwiegender wirtschaftlicher Schaden”. Wie schliessen uns der Begeisterung der Bildblog-Redaktion über soviel Inintiativkraft zur Bewahrung journalistischer Standards durch den Axel-Springer-Verlag in vollem Umfang an. [fe]

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