Sachsen will die Games Convention retten

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Der Wirtschaftsminister schaltet sich ein. Noch sei alles offen und der Abgang nach Köln keineswegs beschlossen, erklärt die Leipziger Messegesellschaft standhaft.

Von einem Umzug der Leipziger Spielemesse in die rheinische Domstadt, der den meisten Medienberichten zufolge bereits gelaufen ist, will auch der Geschäftsführer der Kölnmesse noch nicht ausgehen. Dafür sei es noch zu früh, man befinde sich noch in Verhandlungsgesprächen.

Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) sprang der eigenen Messe bei: „Die Games Convention ist ein sächsisches Kind. Wie alle Eltern sind wir stolz, dass unser Kind schnell groß geworden und anerkannt ist. Daher werden wir die Verhandlungen der Messe weiter unterstützen.“

Leipzig sowie das Land Sachsen besitzen die Messegesellschaft Leipzig jeweils zur Hälfte. Die von ihr veranstaltete Games Convention ist die größte europäische Messe für Computer- und Videospiele.

Die Messe Leipzig gibt sich jedenfalls nicht geschlagen, wie sie gegenüber PC Professionell erklärte: „Wir verhandeln derzeit genauso wie andere Standorte. Wenn es eine erfolgreiche Messe gibt, warum sollte man dann an einen anderen Ort gehen?“

Es gebe zwar in Köln mehr Linienflüge, zum Ausgleich setze man aber zur Messe zusätzliche Charterflüge ein. Auch sei das Hotelangebot des ostdeutschen Standorts keineswegs schlechter. Man könne den Umzug nicht nachvollziehen angesichts der Beliebtheit der Games Convention an ihrem Standort, und außerdem sei Leipzig „schließlich eine der ältesten Messestädte der Welt“.

(bk)

PC Professionell

Leipziger Volkszeitung