Textilfasern liefern Energie

Allgemein

Eingewobene Nanodrähte setzen Körperbewegungen in Energie um. Noch eine Methode, um elektronische Gadgets ohne Akku betreiben zu können.

Letzte Woche durften wir über den „Kniedynamo“ staunen, der die menschliche Laufenergie anzapft. Fantasiebegabte Weißkittel wollen es dem Road Warrior unterwegs noch leichter machen. Die passende Power-Kleidung genügt, um auch geringste Bewegungen des Trägers oder einen leichten Wind zu nutzen und diese Energie zu „ernten“.

Nanodrähte aus Zinkoxyd stecken in einem polymeren Körper, und dadurch entstehen zahllose Faserborsten. Sie bilden Paare, von denen jeweils ein Nanodraht mit Gold überzogen ist und als Elektrode dient. Im Piezoelektrik-Halbleiter-Verfahren wandeln sie die mechanische Bewegung in elektrische Energie um.

Die Ausbeute an Energie ist bislang im Bereich von Nanoampere und Millivolt. Die Forscher hoffen, eines Tages aus einem Quadratmeter ihres besonderen Stoffs 80 Milliwatt holen zu können. Der energiesammelnde Stoff soll sich nicht nur für Kleidung, sondern zum Beispiel auch für Vorhänge oder Zeltwände eignen.

(bk)

Science Daily

Inquirer: Power Walking für den Akku