Tech-Aktien stürzen ab

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Besonders zu bedauern ist Sir William Gates III. Sein Vermögen schmälerte sich um 3,3 Milliarden $, seit Microsoft Yahoo zu assimilieren versuchte.

Das dürfte im Wesentlichen auf die Schlacht um Yahoo zurückzuführen sein. Insgesamt aber schwammen ihm aufgrund der Rezessionserwartungen seit Jahresanfang bereits 6 Milliarden grüne Scheine davon.

Seinen Schmerz teilen Microsofts CEO Ballmer, die Google-Chefs Sergey Brin, Larry Page und Eric Schmidt sowie Dells Gründer Michael Dell. Sie mussten hilflos dem Verfall ihrer Werte zusehen.

Apple, gerade noch wegen seiner glitzernden Entertainment-Produkte hochgejubelt, büßte seit Ende Dezember 40 Prozent des Börsenwerts ein. Steve Jobs setzte sich vergeblich mit dem Macbook Air in Szene und verlor in den letzten 6 Wochen 400 Millionen $.

Der schnelle Verfall der Tech-Aktien hat allerdings auch mit ihrem steilen Anstieg in der zweiten Jahreshälfte 2007 zu tun. Die Investoren hatten sich vom krisenhaften Finanzsektor abgewandt und auf Technologie vertraut.

Es gibt auch Gewinner. Die Yahoo-Gründer David Filo und Jerry Yang legten nach dem Microsoft-Angebot um 500 bzw. 350 Millionen $ zu.

(bk)

SMH