Mobilfunkanbieter wollen mehr Regulierung

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Kleine Mobilfunker beklagen die große Marktmacht einzelner Anbieter und fordern ein stärkeres Eingreifen der Regulierungsbehörden, um mehr Wettbewerb zu erreichen.

Der Mobile Challengers Group, der bislang die beiden KPN-Töchter E-Plus und Base sowie die französische Bouygues Telecom angehörten, haben sich mit Wind, 3, Avea und Play vier neue Mitglieder angeschlossen. Sie forderten auf dem Mobile World Congress in Barcelona erneut von der EU-Kommission und den nationalen Regulierungsbehörden, für mehr Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt zu sorgen. Denn dort hätten einzelne Anbieter eine marktbeherrschende Position, was von den bestehenden Regulierungssystemen noch gefördert werde. Der Markt sei durch Übernahmen und Zusammenschlüsse auf dem Weg in ein Oligopol.

Als Problem hat die Mobile Challengers Group unter anderem die hohen Terminierungsentgelte ausgemacht, die die Unternehmen zahlen müssen, wenn sie Anrufe in fremde Netze zustellen. Dies würde die Position der großen Konzerne mit ihrem größeren Kundenstamm noch mehr stärken. Weiteren Handlungsbedarf sieht man beim Anbieterwechsel, hier müsste insbesondere die Rufnummernmitnahme vereinfacht werden. Zudem sei der Preisunterschied zwischen netzinternen und Gesprächen in andere Netze zu groß und sollte reduziert werden. (dd)

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