eBay droht weltweiter Verkäufer-Streik

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Immer mehr eBay-Verkäufer fühlen sich von der Online-Handels-Plattform hintergangen. Um ihre Rechte durchzusetzen, greifen sie zu rabiaten Mitteln: Streiks sind wahrscheinlich – deren Nutzen jedoch zweifelhaft.

Dieses Jahr könnte für eBay ein sehr kritisches und vor allem sehr steiniges werden. Die neue Regelungen, mit denen die Handelsplattform versucht Käuferinteressen zu unterstützen, stoßen den Verkäufern sauer auf. Es begann damit, dass Käufer zwar negative Bewertungen über den Verkäufer äußern konnten, selbiger jedoch seine Kunden nur positiv bewerten durfte. Als nächstes änderte eBay sein Gebührensystem, wodurch Verkäufer nun noch mehr Abgaben an die Online-Auktionsplattform zahlen müssen.

Für zahlreiche Verkäufer Grund genug, nun etwas zu unternehmen, schreibt der Silicon-Valley-Insider. “Ich erwarte, dass das der bis dato größte Boykott gegen eBay wird und ich denke, dass dieses Jahr für eBay ein sehr steiniges werden wird”, begründet Ina Steiner, von AuctionBytes.com, einer Plattform für Online-Händler. Sie habe keine Zweifel daran, dass für einen großen Prozentsatz der Verkäufer die neuen Regelungen untragbar sind und sie somit vor dem finanziellen Ruin stehen.

Bereits in der Vergangenheit gab es einige Streiks gegen die Handelsplattform. Wirklich genutzt haben diese jedoch wenig. Gewiefte Händler haben stets die Gelegenheit genutzt, um sich ein Stück vorm Marktkuchen abzuschneiden, während die anderen streikten. Auch zeigt sich die eBay-Führung wenig berührt von einem potentiellen Streik: “Wir hatten bestimmt hunderte solcher Bedrohungen in der Vergangenheit und sie scheinen nicht viel Einfluss gehabt zu haben”, begründet eBay-Sprecher Usher Lieberman. (mr)

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