Japaner kriegen keinen hoch

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Zumindest keinen Internet-Satelliten: Der jüngste Anlauf, Asien aus dem All mit High-Speed-Access zu versorgen, musste einstweilen abgeblasen werden.

Kazuna heißt der Satellit, der Internet-Ausfälle wie den verhindern soll, der kürzlich vor allem die arabische Welt heimgesucht hat. Dazu müsste er allerdings erst einmal in eine Erdumlaufbahn gebracht werden, was beim letzten Versuch jetzt daran gescheitert ist, dass man Probleme mit einer Schubdüse an der Trägerrakete entdeckt hat, wie die japanische Weltraumbehörde JAXA mitgeteilt hat.

Insgesamt sieht die Weltraumbilanz der Japaner gemischt aus: Während die von JAXA und Mitsubishi gemeinsam entwickelte Trägerrakete bis auf Weiteres auf dem Boden bleibt und 2003 ein Spionagesatellit zehn Minuten nach dem Start ins All wegen technischer Probleme zerstört werden musste, wurde im letzten September immerhin eine erfolgreiche Mission zum Mond gestartet, der bis 2020 die erste japanisch bemannte (oder befraute) Landung auf dem Erdtrabanten folgen soll. Vielleicht klappt’s bis dahin ja auch mit der Internet-Verbindung. [gk]

Sydney Morning Herald