Dänischer ISP will nicht Hilfssheriff spielen

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“Das sollen die mal unter sich ausmachen”, ist die Haltung des dänischen ISPs Tele2 zum Streit zwischen IFPI und Pirate Bay.

Zumindest in Dänemark formiert sich die Front der ISPs gegen die Strategie des Musikindustrieverbands IFPI, die Access-Provider zu Aufsehern über das Treiben ihrer Kunden zu machen. Die IFPI hatte vor Gericht zwar durchgesetzt, dass Tele2 seinen Kunden keinen Zugang mehr zur Pirate Bay bieten durfte, damit aber das genaue Gegenteil erreicht.

Außerdem sieht es jetzt so aus, als bekäme die IFPI es auch noch mit der Allianz der ISPs zu tun: Tele2 ist zwar das einzige Unternehmen, das vor Gericht gezerrt wurde, auch die Konkurrenz soll aber diese Woche Post erhalten, in der sie aufgefordert wird, ebenfalls den Zugriff auf Pirate Bay zu blockieren.

Als Reaktion darauf hat Tele2 sich mit den anderen dänischen ISPs an einen Tisch gesetzt und beschlossen, das Gerichtsurteil anzufechten. Offiziell und höflich verkündet ein Sprecher des Unternehmens zwar lediglich, dass man der Meinung sei, in dem Konflikt zwischen IFPI und Pirate Bay nicht Partei ergreifen zu wollen; verstehen darf man das zusammen mit der Revisionsankündigung aber durchaus so, dass die ISPs von der Musikindustrie und ihren Ambitionen die Nase vollhaben. [gk]

Yahoo / PCWorld