Wissenschaftler erfinden Kaffeemaschine

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Sie haben längst eine Kaffeemaschine zu Hause? Aber die kann doch bloß kochen. Die neueste Erfindung kann auch austrinken!

Werden uns die digitalen Maschinen des 21. Jahrhunderts die Drogen und Genussmittel vor der Nase wegkonsumieren? Technisch möglich, wenn auch nicht gerade das Ziel der Weißkittel. Ihnen geht es mit der kaffeeschlürfenden Maschine darum, dem Geschmack und sämtlichen Aromastoffen auf die Spur zu kommen. Immerhin kann der heiße Bohnensaft um die 1.000 Komponenten enthalten, die das Erlebnis auf der Zunge (und im Magen) beeinflussen. Das Ziel sind objektiv gleichbleibende Geschmacksrichtungen. Außerdem möchte die Kaffeeindustrie großflächige Testreihen und Profi-Verkoster (welche ohnehin Nachwuchssorgen plagen) einsparen. Obendrein wäre es denkbar, eine miniaturisierte Geschmackstester-Einheit in die höherwertigen Espresso- und Kaffeemaschinen der nächsten Generation einzubauen. Die könnten dann für die jeweiligen Bohnen das optimale Verhältnis aus Druck, Wassermenge und Brühzeit ermitteln.
“Geschmack wird zur Wissenschaft und bleibt nicht mehr Geschmacksfrage”, freut sich Christian Lindinger vom Nestlé Research Centre in Lausanne. Er glaubt, dass künftig der menschliche Verkoster nur noch zum Feintuning der edelsten und hochwertigsten Marken benötigt wird. (rm)

Telegraph