Deutsche Forscher schiessen Fische ins All

Allgemein

Das ungelöste Problem der Weltraumkrankheit soll nun anhand von Wassertieren untersucht werden.

Da so ziemlich alle Inquirer-Leser auch mit einer gewissen Mindest-Aufmerksamkeit die Fortentwicklung der Raumfahrt mitverfolgen, sollte diese Forschungsanstrengung unserer nationalen Koryphäen nicht unerwähnt bleiben. Vom schwedischen Esrange-Raumfahrtzentrum aus wird in Kürze eine zweistufige, elf Meter lange Texus-Rakete gestartet, um eine Kapsel mit 60 jungen Buntbarschen in eine 260 km hohe Parabelbahn zu schiessen. Dort werden diese einer insgesamt sechs Minuten langen Phase der Schwerelosigkeit ausgesetzt sein. Fische verfügen, wie andere Wirbeltiere auch, über ein Innenohr-Gleichgewichtsorgan, das bei Ausbleiben der Schwerkraft für Übelkeit und Desorientierung sorgt. Ein Team der Universität Stuttgart-Stuttgart-Hohenheim, darunter Reinhard Hilbig and Ralf Anken, werden Videoaufnahmen und anschliessend auch die Otoliten der Fische untersuchen. So oder so wird die Sache für die 60 Buntbarsch-Raumpioniere nicht gut ausgehen. Aber womöglich entstehen neue Erkenntnisse, die den Traum des Weltraum-Tourismus ein wenig realistischer machen. [fe]

TheRegister