“Vista-fähig”: Das Etikett, das Microsoft selbst nicht glaubt

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Peinliches aus Microsoft-internen E-Mails gab es im Rahmen eines Verfahrens zu hören, in dem es um den bunten Sticker geht, der Geräten ihre Vista-Tauglichkeit bescheinigt.

Schon im April 2007 hatte es dagegen eine Klage gegeben, weil sich der Aufkleber auch auf Maschinen befindet, die gerade mal Vista Home Basic zum Laufen bringen; bei der Erörterung darüber, ob eine Massenklage zugelassen wird, wurde nun enthüllende Elektropost aus dem Hause Microsoft bekannt. So beschwerte sich ein leitender Mitarbeiter aus dem Produktmanagement, dass er jetzt auf einer 2.100-Dollar-E-Mail-Maschine sitze; ein anderer erklärte offen, dass man so mit den Kunden nicht umspringen könne.

Hintergrund des Debakels ist, dass – wir erinnern uns -Microsoft das Programm nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Handel bekommen hatte und daher dafür sorgte, dass PCs mit der Vista-Tauglichkeitsprüfungsplakette versorgt wurden, damit ihre Käufer anschließend auch das OS erwarben. Bei der Vielzahl der angebotenen Vista-Versionen überlasen viele Kunden dabei das Kleingedruckte – dass z.B. nur der Aufkleber “Premium Ready” auch den Zugriff auf bestimmte Funktionen gewährte. [gk]

Ars Technica