Mobile World: Mobilfunkbetreiber starten Kinderporno-Filter

Netzwerke

Die Betreiber kündigen für ihre Mobilfunknetze und DSL-Angebote einen gemeinsamen Filter gegen Kinderpornographie an. Zum Einsatz kommt die Blacklist der Internet Watch Foundation.

Der Mobilfunkverband GSMA initiierte ein Projekt, an dem sich nun Vodafone, Orange und der UMTS-Betreiber 3 beteiligen und Filter gegen Kinderpornographie in ihren Netze installieren. EU-Kommissarin Viviane Reding, die über den Telekommunikationsbereich in Europa wacht, unterstützt das Projekt.

Die Betreiber nutzen eine Blacklist, die rund 1500 Kinderporno-Angebote aus dem lokalen und mobilen Web sperrt. Beim Aufruf dieser Seiten bekommen die Nutzer entweder eine Fehlermeldung oder werden auf Warnhinweise der Polizei weitergeleitet.

Zudem sollen Hotlines der Mobilfunkunternehmen zur Meldung weiterer Kinderporno-Angebote bereitstehen. Die Internet Watch Foundation, von der der Filter stammt, zeigt die Betreiber der Pfui-Seiten bei den jeweiligen Behörden an. Allerdings sei es schwierig, viele dieser Dienste abzuschalten; Zeit auf neue Server in anderen Ländern auszuweichen, haben sie of zu viel, während die bürokratischen Mühlen in den Ländern arbeiten. Der Organisation zufolge ist schon jeder zwanzigste Internet-Nutzer zufällig auf Darstellungen von Kindesmissbrauch gestoßen, obwohl er nicht explizit danach suchte. (mk)

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