Brockhaus will ins Web – Konkurrenz für Wikipedia?

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Für den Enzyklopädie-Schreiber sieht es momentan alles andere als gut aus. Millionenschwere Verluste drohen dem Traditionsunternehmen. Die letzte Rettung hofft Brockhaus im Web zu finden.

Ein kürzlich veröffentlichter Vergleichstest des Stern-Magazins hat Brockhaus wachgerüttelt: Das Blatt deckte auf, dass die kostenlose Online-Enzyklopädie Wikipedia im Vergleich zum Angebot des Brockhaus deutlich besser wegkam. Vor allem die Aktualität spielte dabei eine großer Rolle. Nun möchte Traditionsunternehmen ins Netz auswandern. Zwar steht die Bilanz für das letzte Jahr noch nicht fest, doch ein Trend zeichnet sich bereits ab: Allem Anschein nach wird der Brockhaus in die Verlustzone sinken – Millionenschwer.

Das Unternehmen setzt seine Hoffnungen in das Web, schreibt das Börsenblatt. Vor allem die Generation unter 30 würde kaum noch klassische Lexika benutzen. Deswegen sei eine Expansion ins Web unumgänglich. Ab dem 15. April soll das gesamte Nachschlagewerk im Internet verfügbar sein.

Um sich aus der drohenden Kriese zu retten plant die Verlagsleitung weiterhin “umfassende Kostensenkungsmaßnahmen”. Unter anderem ist dabei von Personalabbau die Rede. Knapp 50 Angestellte im Raum Mannheim könnten von dieser Änderung betroffen sein. (mr)

Bild: Brockhaus

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