Infineon steckt in Schwierigkeiten

FinanzmarktUnternehmen

Europas zweitgrößter Halbleiterhersteller gab gestern zu, gerade weniger Chips an die Mobiltelefonhersteller auszuliefern und nach wie vor gewaltig unter dem schwachen Dollarkurs zu leiden.

Infineon versemmelte im letzten Quartal des Jahres stolze 396 Millionen Euros. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch 120 Millionen Profit vorweisen können. Nach dem vierten Quartal in Folge mit Verlusten strafte der Markt das Münchner Unternehmen gestern kräftig ab: minus 19 Prozent stürzte das Papier zeitweise ab.

Kräftigster Verlustbringer war Tochter Qimonda AG, die nach dem 85-Prozent-Einbruch bei den Speicherpreisen im vorigen Jahr allein für das letzte Quartal 598 Millionen Euro Miese aufhäufte.

Zudem werde jener Bereich, der Nokia Oyj mit Handy-Chips versorgt, in 2008 unprofitabel sein, da hier die Nachfrage bereits deutlich zurückgehe. So werde es für Infineon im Halbleiterverkauf weniger als die geplanten 10 Prozent Wachstum geben. “Dieser Ausblick für 2008 hat die Aktionäre mehr geschockt als die roten Zahlen von 2007”, kommentierte Analyst Matthias Maus von der BHF-Bank. Ein Turnaround zeichne sich für Infineon leider nicht am Horizont ab. (rm)

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