MS streicht Windows 7 zusammen

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Bei Vista brauchte es fünf Jahre, um die Liste der groß angekündigten Features zu kürzen. Beim Nachfolger ging jetzt schon das vorgesehene DX11 über Bord.

Wie der investigative INQ-Reporter Charlie Demerjian bereits durch höchst verlässliche Quellen erfahren hatte, wollte MS ursprünglich DirectX 11 unbedingt als Teil von Windows 7 ausliefern. Wie zu hören ist, ist dieser Plan schon wieder passé.

Bereits für DirectX 10 hatte sich als fatal erwiesen, dass es mit Windows Vista zwangsgekoppelt wurde als Mechanismus, um den Käufer in den Schwitzkasten zu nehmen. Das allerdings konnte den GPU-Herstellern nicht besonders gut gefallen, deren Markt es einschränkte.

Mit einer zwingenden Verbindung von Windows 7 und DX11 hätte MS die Hürde der Mindestanforderungen zu hoch gesetzt. Rund die Hälfte der PCs werden mit integrierter Grafik verkauft, und die Debatte geht heute noch um DX9 vs. DX10. Mindestens ein Viertel der Rechner hätte die Anforderungen nicht erfüllt, von Notebooks gar nicht erst zu reden. Windows 7 wäre zu ME III mutiert wie Vista zu ME II. Die drei GPU-Anbieter wurden lautstark bei Microsoft vorstellig und machten Druck. Und das war es denn mit DirectX 11 für Windows 7.

Könnte es sein, dass 7 eine Unglückszahl ist? Wenn das OS jetzt schon Features lassen muss – wie viel fällt dann erst weg, wenn der Auslieferungstermin drängt?

(von Charlie Demerjian/bk)

The Inquirer UK

Panik in Redmond: MS gibt Gas mit Windows 7