Sucht Yahoo Rettung bei Google?

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Microsoft hat uns für 44,6 Milliarden $ noch lange nicht im Sack, beteuert Jerry Yang, Gründer und derzeit wieder CEO von Yahoo. Es gebe noch andere Optionen.

Der Alptraum, in die innovationslose Firmenkultur Microsofts assimiliert zu werden, könnte den verbliebenen Mitarbeitern von Yahoo erspart bleiben. Als Alternative prüft Yahoo eine mögliche enge Zusammenarbeit mit Google, und dem ist Google gar nicht abgeneigt. Googles Eric Schmidt hat schon mit Yang telefoniert und ihm jede Hilfe angeboten – wie das Wall Street Journal mitgehört haben will.

Einerseits sorgte Microsofts Bereitschaft, wieder reichlich Milliarden in den Markt einsickern zu lassen, für steigende Aktienkurse bis nach Tokyo. Zugleich kamen bei den Nutzern von Yahoo-Diensten wie Del.icio.us und Flickr größte Befürchtungen auf, was unter Microsofts Regime aus diesen Angeboten werden könnte.

Google-Vize David Drummond legte den Finger in diese Wunde und schrieb in seinem Blog über eine mögliche Yahoo-Übernahme durch Microsoft: „Es geht hier um mehr als nur um eine finanzielle Transaktion. Vielmehr geht es um die grundlegenden Prinzipien des Internet: Offenheit und Innovation.“

Drummond geht außerdem von kartellrechtlichen Problemen aus, da Microsoft das bestehende Softwaremonopol bei PCs auf Internet-Dienstleistungen ausweiten könne. Microsoft hingegen erklärt sich zum Wettbewerbshüter, man fördere doch mit dem Aufkauf von Yahoo geradezu den Wettbewerb: „Alternative Szenarien führen nur zu weniger Wettbewerb im Internet.“

(bk)

Mercury News