Vodafone in Europa unter Druck

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Der nach Umsatz weltgrößte Mobilfunkkonzern legt in Schwellenländern stark zu, hat aber in Europa so seine Wachstumsprobleme.

Besonders schwach lief das Vodafone-Geschäft in Deutschland. Schuld seien die Behörden mit ihren angeordneten Preissenkungen, was den Umsatz im sonst so starken Weihnachtsquartal verringert habe, nahm Wirtschaftsdienst Reuters die Ausrede zu Protokoll.

Während der Konzern weltweit ein Umsatzplus von 16 Prozent auf umgerechnet 12,3 Milliarden Euro verbuchte, schrumpften die Erlöse mit Sprach- und Datendiensten in Deutschland trotz wachsender Kundenzahl (plus 5 Prozent auf 33,9 Millionen) auf das Niveau von 1,79 Milliarden Euro. Das Argument hinkt allerdings: Die Senkung der Roaminggebühren für Telefonate ins Ausland war eine EU-Regulierung und dürfte sich damit in allen EU-Märkten ausgewirkt haben.

Hierzulande hat noch T-Mobile mit knapp 36 Millionen Handykunden die Nase vorn, während Vodafone mit weltweit 252 Millionen Abonnenten hinter China Mobile mit seinen 369 Millionen Nutzern zurückfällt. Angesichts der Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in den USA nebst weltweiter Folgen behauptete Konzernchef Arun Sarin, Vodafone könne eine Rezession gut verkraften. (rm)

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