So gemein: RIAA will nicht so wie IFPI!

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Kannte man die amerikanische RIAA bisher eigentlich eher als gerne mal am Rand der Legalität operierende Organisation, gibt sie sich bei der IFPI-Initiative zur Kontrolle der ISPs verdächtig zahm.

Kurz nach dem diesmal vom U2-Manager McGuinness vorgetragenen Vorstoß, doch gefälligst die ISPs an die Leine zu nehmen oder – besser noch – abzukassieren, gibt sich der RIAA-Chef Cary Sherman überraschend zahm.

Der Digital Millenium Copyright Act (DMCA) sei durchaus ausreichend, erklärt er – und der besagt, dass die Service-Provider den Traffic nicht kontrollieren müssen, wenn sie bereit sind, auf Antrag von Rechteinhabern bestimmte Inhalte zu blockieren.

Natürlich sei man für “freiwillige” Filterbemühungen dankbar, wie sie etwa bei AT&T ausgebrütet werden, aber letztlich werde das der freie Markt regeln und eine Gesetzesänderung sei nicht in Planung.

Und McGuinness gab Sherman noch auf den Weg, dass er wohl als Europäer herkunftsbedingt darauf versessen sei, dass der Staat die Dinge regele – da ist man ja auf einmal richtig im Kampf der (kapitalistischen) Kulturen! [gk]

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