Gartner blickt in die Glaskugel

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Ein wenig länger als üblich hat Marktforscher Gartner diesmal für seine Prognosen gebraucht und sie erst am letzten Januartag unters Volk gebracht.

Und ist es nicht originell, was die gutbezahlten Zukunftsgucker so alles an Prognosen aufstellen? Unter anderem sind sie von folgendem fest überzeugt:

– Apple wird seinen Marktanteil bei Computern in den USA und Westeuropa bis 2011 verdoppeln. Das liegt zum einen an der Interoperabilität zwischen iPod, i Mac und anderen Apple-Geräten als auch an der Inkompetenz der von teuren Consultants beratenen Konkurrenz.

– Bis 2012 wird die Hälfte aller Menschen, die auf Reisen arbeiten, dazu etwas anderes nutzen als einen Laptop, da der zu groß und schwer ist. (Interessante These. Vielleicht könnte darüber der Erfolg dieses geplanten Eee-Rechners mehr aussagen. Ach, den gibt es schon? Und der verkauft sich gut? Na sowas.).

– In 80 Prozent aller kommerziellen Software soll bis 2012 Open-Source-Code stecken.

– Sowohl Software als auch Hardware werden zunehmend nicht mehr gekauft, sondern als Service in Anspruch genommen.

– Umweltschutz wird bei Kaufentscheidungen eine deutlich größere Rolle spielen: Für die Überprüfung von Energieverbrauch und Wiederverwertung der Komponenten soll es festgelegte Verfahren geben. (Toll. Das müsste jetzt nur noch einer z.B. unserem Umweltminister sagen. Ach, der kennt das?)

– 3-D-Drucker sind das nächste große Ding. Die sollen dieses Jahr für 10.000 Dollar das Stück auf den Markt kommen, aber sich schon 2011 so stark verbreitet haben, dass ausgedruckte prOn-Modelle praktisch jeden Schreibtisch schmücken können (gut, das hat Gartner so nicht gesagt).

[gk]

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