VMware: Am Ende der Fahnenstange angekommen?

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Der Wachstumsmotor des US-Marktführers von Virtualisierungslösungen stottert verdächtig.

Nach den jüngsten und unerwartet schwachen Umsatzzahlen (286 Mio. Euro) kollabierte der Aktienkurs von VMware förmlich – minus 10 Milliarden Dollar Börsenwert in nur wenigen Stunden. Unter den Anlegern geht die Angst um, dass sich das Wachstum infolge der schwächelnden US-Konjunktur und aufgrund einer stärkeren Front von Mittbewerbern (Microsoft, Oracle und Citrix wollen Gas geben) bald kaum noch nachweisen lässt.

VMware hatte die Aktionäre jahrelang mit Wachstumsraten von bis zu 90 Prozent verwöhnt. Noch 2007 legte das Geschäft um flotte 88 Prozent zu. Doch für das laufende Jahr stellt das Unternehmen im besten Falle eine 50-Prozent-Quote in Aussicht. Zudem gefällt den Anlegern nicht, dass VMware stark vom Heimatmarkt abhängig ist: Das US-Geschäft trägt mit 54 Prozent die Mehrheit des Umsatzes, bricht hier aber dank der selbstgemachten Wirtschaftskrise wohl auch stärker ein. (rm)

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