O2: Telekom trödelt bei der Anschlussfreischaltung noch immer

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Der Ärger um die langen Wartezeiten bei der Schaltung von DSL-Anschlüssen für Telekom-Konkurrenten ist noch nicht ausgestanden. O2 zufolge gibt es immer noch Verzögerungen; der Mobilfunker fühlt sich von der Bundesnetzagentur im Stich gelassen.

»Es dauert fast 40 Tage, bis die Telekom als Anbieter der letzten Meter Kabel bis in die Wohnzimmer unserer neuen Kunden freischaltet. Solche Wartezeiten sind völlig inakzeptabel«, erklärte O2s Deutschland-Chef Jamie Smith gegenüber dem Handelsblatt. Dabei hatte der Ex-Monopolist eigentlich zugesichert, sich künftig zu beeilen, nachdem sich im vergangenen Jahr zahlreiche Wettbewerber beschwert hatten und schlussendlich die Bundesnetzagentur aktiv wurde. Von der fühlt sich Smith dennoch im Stich gelassen. »Die Netzagentur hält sich weitgehend raus«, stellt er fest.

O2 will daher stärker in ein eigenes Netz investieren, um sich unabhängiger von der Deutschen Telekom zu machen. Allerdings fließt Smith zufolge der Großteil der geplanten Investitionen von 3,5 Milliarden Euro in das Mobilfunknetz. (dd)

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