Jedes vierte Iphone ist gehackt

Allgemein

… und telefoniert vermutlich in „fremden“ Netzen, statt minütlich Geld und noch mehr Geld in Apples Kassen zu spülen. Fährt Cupertino mit der Strategie des beidhändigen Kassierens an die Wand?

Um die dreißig Prozent holt sich Apple Schätzungen zufolge vom Gebührenaufkommen der „exklusiven“ Mobilfunkanbieter. Nicht jedoch von einer Million der angeblich vier Millionen verkauften Geräte, die sich gar nicht erst bei den Basisstationen der alleinseligmachenden Apple-Partner einloggen. 27 Prozent wurden nicht bei O2 im Inselreich, T-Mobile in der Bundesrepublik Deutschland oder AT&T in den Vereinigten Staaten von Amerika registriert.

„Organisierte Banden“ sind es laut Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray, die die Mobiltelefone entsperren und in anderen Ländern verschachern. Aufgrund des im Sinkflug befindlichen Dollarkurses gehen viele sogar zurück nach Asien.

Apple und AT&T wollten diese Zahlen nicht kommentieren. Diese Entwicklung bringt Apple in eine Zwickmühle: Um die erwarteten hohen Gewinnspannen zu halten, müsste die Firma massiv gegen die entsperrten Iphones vorgehen. Das wiederum brächte die eigenen Verkaufsziele in Gefahr. Research-Analyst Toni Sacconaghi:

„Wir glauben, die Verbreitung von entsperrten Iphones stellt, einmal ganz abgesehen von den finanziellen Auswirkungen, ein wesentliches strategisches Dilemma für Apple dar.“

(bk)

VNUnet