Ebay wirbelt Gebühren durcheinander

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Ebays neuer CEO John Donahoe will den Auktionsladen wieder zu einer schwungvollen Gelddruckmaschine machen. Er senkt links die Gebühren, um sie rechts zu erhöhen.

Um wieder mehr Anbieter zu ködern, senkt Ebay die Gebühren fürs bloße Einstellen von Angeboten um 25 bis 50 Prozent. Weniger kostspielig soll es auch werden, Angebote mit Galerie-Bildchen zu verzieren. Führt ein Angebot zum Verkauf, holt sich Ebay das jedoch über höherprozentige Verkaufsgebühren zurück.

Noch mehr Zahlungen sollen über Paypal abgewickelt werden, was dann weitere Anteile in die Kassen des Ebay-eigenen Bezahldienstes spült. Das verkauft Ebay als Schutz vor Lug und Trug, indem Anbieter mit mäßigen Bewertungen massiv zu Paypal als Zahlungsmethode gedrängt werden.

Wie gut oder schlecht Anbieter bewertet werden, wirkt sich in Zukunft auf die Reihenfolge der dargestellten Suchergebnisse aus. Weitere Preisnachlässe stellt Ebay Powersellern in Aussicht und will auch diejenigen belohnen, die nicht mit überhöhten Versandkosten tricksen, um den Preis der Angebote geringer erscheinen zu lassen (und damit natürlich auch Ebay-Gebühren sparen).

Die neue Gebührenstruktur gilt in den USA ab dem 20 Februar. Einige Wochen später sollen ähnlich angepasste Gebühren in Deutschland – Ebays zweitgrößtem Markt – und Großbritannien kommen.

Bei den Ebay-Händlern löste die Ankündigung beträchtliche Unruhe aus. Detaillierte Vergleiche ergaben, dass oft mehr an Ebay abzudrücken ist als zuvor. In einem Szenario erhöhten sich die Gebühren um 33 Prozent.

(bk)

New York Times